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11. Juli 2011

 

Heute fanden wir ein völlig entkräftetes Siebenschläfer-Baby. Es war schon mehr tot als lebendig - bewegte sich nicht mehr, war ganz nass und atmete nur noch ganz schwach.

 

Wir nahmen es mit ins Haus, wo wir es zunächst vorsichtig säuberten, denn sowohl das komplette Schnäutzchen als auch die Pfötchen waren voll Schleim und Erde. Dann haben wir dem Kleinen, mit Hilfe einer kleinen Spritze, Bachblüten Rescue-Tropfen eingeflöst. Zunächst war es etwas schwierig, doch auf einmal fing das Kerlchen an zu lecken und wir gaben ihm dann noch einige Tropfen Wasser.

 

Da das kleine Schätzchen stark unterkühlt war, wärmten wir es zunächst in der Hand, dann machten wir ihm aus einem kuscheligen Handtuch ein "Nestchen" auf einer Wärmflasche. Die Rescue-Tropfen sowie die Wärme zeigten innerhalb kürzester Zeit ihre Wirkung - es kam wieder Leben in das winzige Körperchen!

 

Von da an ging es dem Kleinen von Minute zu Minute besser. Er fing an sich zu putzen und turnte dann auch auf dem Handtuch herum. Wir haben im dann ein schönes "Nest" einschließlich Wärmflasche, Heu und Stroh sowie Wasser und Nagerfutter, in einem Käfig gerichtet, da wir es für wichtig empfanden, dass er sich noch etwas erholt, bevor wir ihn dann wieder in die Natur entlassen würden.

 

Er schuf sich gleich eine Höhle unter dem Stroh und Heu und kam dann ca. alle 15 Minuten heraus um zu "vespern". Er war überhaupt nicht scheu, auch wenn wir uns um ihn herum bewegten.

 

Deshalb entschlossen wir uns, ihn auch noch in der kommenden Nacht bei uns in der Küche zu belassen und erst am kommenden Tag frei zu lassen.

 

Der Schreck war jedoch groß, als wir am nächsten Morgen in die Küche kamen und unser kleiner Freund nicht mehr im Käfig war. Er hatte sich, ganz offensichtlich durch die Gitterstäbe gezwängt und war auf "Erkundungstour" gegangen. Wir malten uns schon aus, wie schwierig es sich gestalten würde, dass kleine Mäuschen wieder zu finden.

 

Doch meistens kommt es anders als man denkt - und nachdem wir uns zunächst um die Hunde gekümmert hatten und diese versorgt und nach draußen gelassen hatten, kamen wir wieder in die Küche zurück und waren mehr als erstaunt, dass der Schatz wieder im Käfig saß!

 

Wir fanden dann später noch hier und da ein "Kegelchen", was von seinem nächtlichen Ausflug zeugte, aber er war in der Tat wieder zurückgekehrt, saß glücklich im Futternapf und ließ es sich schmecken.

 

Trotzdem haben wir ihn dann, an diesem Tag noch, zurück in die Freiheit entlassen. Er hatte sich super erholt, war quicklebendig und wir sehr glücklich, dass er überlebt hatte!

 

...Zwei Tage später fanden wir den Kleinen jedoch tot auf. Ganz offensichtlich war ihm seine Zutraulichkeit und damit verbundene nicht genug vorhandene Vorsicht gegenüber möglichen "Feinden", wiederum zum Verhängnis geworden - dieses Mal jedoch mit tödlichem Ausgang!

 

Es hat uns sehr weh getan, denn auch dieses winzige Wesen war uns bereits in dieser kurzen Zeit, in welcher wir zunächst auch um sein Leben bangten, sehr ans Herz gewachsen. Wir tragen die Erinnerung auch an ihn, wie an all unsere Liebchen, welche leider gehen mussten, im Herzen...

 

 

 

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